Träume- Botschaften aus dem Unterbewusstsein oder Datenmüll - Teil 2 von 3

14.12.2012

Alpträume: Wie man mit schlechten Träumen umgeht und ihnen sogar vorbeugen kann
Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen helfen, Alpträume vorzubeugen oder mit Ihnen klar zu kommen, wenn Sie doch einmal davon heimgesucht werden.

Tipp 1: Sie sollten sich grundsätzlich daran erinnern, dass Träume nicht real sind und sie in den seltensten Fällen bösen Vorzeichen für irgend ein Unglück darstellen. Ein schlechter Traum kann einfach durch schwer verdauliches Essen vor dem Zubettgehen, einen brutalen oder grusligen Film oder aufgrund eines ungelösten Problems in Ihrem Leben verursacht sein. Wenn jemand beispielsweise in Ihrem Traum stirbt, heißt das nicht, dass es auch so geschehen wird.

Tipp 2: Nach einem Alptraum: Atmen Sie konzentriert, betont tief und langsam. Beruhigen Sie sich und entspannen Sie. Unterbrechen Sie sorgenvolle Gedanken und denken Sie nur an Dinge, die Sie glücklich machen. Alles, was Ihnen einfällt, vom lecken Stück Kuchen über die letzte schöne Geburtstagsparty bis hin zur Hochzeit Ihrer Freundin. Es ist gut sich jede Woche einen Moment die Zeit zu nehmen, um sich zu entspannen und ein wenig Dankbarkeit für die kleinen Freunden der Woche aufkommen zu lassen.


Tipp 3
: Bleiben Sie ruhig und fragen Sie sich, was Ihren schlechten Traum verursacht haben könnte. Haben Sie beispielsweise geträumt, dass eine Ihnen bekannte Person stirbt, können Sie sich folgende Fragen stellen: Waren Sie kürzlich vielleicht sauer auf diese Person oder haben Sie den Eindruck, dass sich dieser Mensch von Ihnen entfernt? Bedeutet er Ihnen vielleicht besonders viel? Oder haben Sie das Gefühl, dass er sich im wahren Leben vielleicht einfach sehr gewandelt hat? Tod trägt häufig auch den Aspekt der Wandlung in sich und ist als solcher ein sehr positives Zeichen.
Falls Ihnen die Ursache des Traums verschleiert bleibt, können Sie sich auch einfach ablenken. Lesen Sie ein Buch, Füllen Sie Kreuzworträtsel aus oder stellen Sie sich selbst ein paar Rechenaufgaben. Falls Sie der Traum auch am Tage nicht loslassen sollte, gehen Sie spazieren oder rufen Sie Freunde an. Nehmen Sie sich Zeit, zum Entspannen und um das zu tun, was Sie glücklich macht. Träume haben für gewöhnlich eine Bedeutung, aber manche Alpträume können eben auch ganz banale Ursachen wie z.B den zuvor gesehenen Gruselfilm haben.

Tipp 4: Lassen Sie Ihre Gefühle raus. Erzählen Sie Ihren Traum jemanden, dem Sie vertrauen und, der Sie nicht auslachen wird. Rufen Sie sie an oder schreiben Sie ihnen eine Email. Auch das kann schon Erleichterung verschaffen.

Tipp 5: Um Alpträume zu vermeiden, sollten Sie gute Schlafgewohnheiten entwickeln. Nehmen Sie ein Bad oder lesen Sie ein angenehmes Buch bevor Sie ins Bett gehen, um sich zu entspannen. Denken Sie an schöne Dinge und versuchen Sie Ihren Geist so zu trainieren, dass er ruhig wird und sich auf die glücklichen Momente in Ihrem Leben konzentriert. Geeignete Methoden hierzu sind auch die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training und Traumreisen.

Tipp 6: Machen Sie tagsüber Sport, um Stress abzubauen. Schlechte Träume können durch Stress oder Depressionen verursacht werden. Sportliche Betätigung ist eine sehr gute Möglichkeit, um Stress abzubauen. Auch Meditation ist eine gute Möglichkeit, um Ruhe zu finden und Körper wie Seele zu entspannen. Am besten erst ein bisschen Sport und dann Meditation :).

Tipp 7: Bewusstes Träumen ist nicht ganz einfach, aber mit etwas Übung kann es Ihnen helfen, schlechten Träume in eine andere Richtung zu lenken. Beim bewussten Träumen haben SIE die Kontrolle über Ihren Traum. Sie merken, dass Sie in einem Traum sind und können diesen dann nach belieben steuern. Das würden Sie gerne lernen, fragen sich aber wie? Ganz einfach mit Hilfe der kleinen Übung: „Anleitung zum luziden Träumen“

Tipp 8: Falls schlechte Träume trotz Allem für Sie zu einem wirklich belasteten Problem werden, wenden Sie sich an mich oder einen anderen Therapeuten, der Ihnen weiterhelfen kann.

 

Träume von Blinden und die Existenz von Farben in Träumen Träumen blinde Menschen und wenn, sehen sie dann auch Bilder oder wie geht das?

Blinde Menschen können Träume sehen, aber auditive Träume -quasi wie ein Hörspiel- sind unter Bilden häufiger als visuelle Träume. Bilder sehen sie in Träumen oft verschwommen oder fehlen ganz. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob die Person von Geburt an blind war oder erst später aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls das Augenlicht verlor. Gibt es letzte Erinnerungen ans Sehen, so spiegeln sich diese in ihren Träumen wieder.

Warum gibt es Farbe in unseren Träumen oder ist es eher ungewöhnlich in schwarz weiß zu träumen? Eine Studie hat gezeigt, dass Menschen, die in der Schwarz – Weiß Ära der Medien gelebt haben, häufiger Schwarz-Weiß-Träume hatten als bunte. Erst die langjährige Aufnahme von Farben in den Medien, habe für die Existenz von Farbe in Träumen gesorgt. Psychologen glauben, dass die Farben, die in Träumen auftauchen Emotionen ausdrücken, für die diese Farben symbolisch stehen. Somit können Farben auch ein wichtiger Schlüssel zur Trauminterpretation sein.

 

Archetypen in Träumen

Auch Archetypen sind wichtige Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Träumen. Aber bevor wir Archetypen zur Traumdeutung nutzen, lassen Sie uns erst versuchen zu verstehen, was als Archetypen bezeichnet wird. Archetypen sind visuelle Symbole, die in unserer Psyche existieren und kollektiv gleich verstanden werden bzw. das Selbe bedeuten.

Archetypen bündeln wie Symbole komplexe Informationen und vermitteln uns diese als Botschaften im Traum. Der bekannte Psychologe C.G. Jung (ein Schüler von Freud) beschäftigte sich viel mit Archetypen und postulierte, dass sie eine Sprache des Geistes seien, die uns allen gleich ist. Wir alle besäßen diese geistigen Symbole, die Information dazu werde vererbt und durch das kollektive Unterbewusstsein  gespeist. (Kollektives Unterbewusstsein: siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Unbewusstes) Wir alle tragen ständig zu diesem kollektiven Unbewussten bei und sind dadurch verbunden. C.G. Jung schreibt: „Der Archetyp ist ... eine geerbte Veranlagung des menschlichen Geistes Repräsentationen von mythologischen Motiven zu formen – Repräsentationen, die sehr unterschiedlich sind, ohne ihr Basismuster zu verlieren.“

Sie können sich einen Archetypen wie einen Magneten vorstellen. Wenn Sie Situationen erleben, speichert Ihr Unterbewusstsein diese und sortiert sie nach Relevanz. Wenn sie einen gewissen Schwellenwert an Relevanz erreicht haben, taucht der zugehörige Archetyp im Traum auf. Das alarmiert den Träumer, der Botschaft, die dieser Archetyp enthält, Aufmerksamkeit zu schenken.

Lassen Sie uns einige klassische Archetypen genauer betrachten.

Mutterarchetypen
Mutter Maria Diese Archetypen erscheinen oft in unseren Träumen, wenn wir in einer schwierigen Situation sind. Sie können auch als Professor, Mönch, Vater, alter weiser Mann, Schamane, Zauberer, Hexe oder auch als Großmutter auftreten.
Die Mutter-Archetypen stehen für Fruchtbarkeit, Pflegen und Geburt. Auch können sie als Verkörperung des weiblichen Mysteriums erscheinen: auf der einen Seite als die sorgende, nährende und pflegende Seite der menschlichen Natur und auf der anderen Seite als ein dominierender und verschlingender Charakter.
Jung assoziierte die Mutter Archetypen mit dem kollektiven Unterbewusstsein, mit der Nacht und der rechten Seite des Gehirns. Was ist der Unterschied zwischen linker und rechter Gehirnhälfte im Bezug auf Träume? Die linke Seite des Gehirns, die die rechte Seite des Körpers steuert, wird mit Logik assoziiert. Die rechte Gehirnhälfte, welche unsere linke Körperhälfte regiert, wird mit Kreativität und Intuition in Verbindung gebracht und kann somit dem weibliche Prinzip zugeordnet werden.

Links und Rechts
Es gibt Träume, in denen rechts und links eine wesentliche Rolle spielen. Das können Träume von Weggabelungen sein, von Schmerzen im rechten oder linken Teil des Körpers, fehlenden oder fehlgestaltete Gliedmaßen auf einer Seite usw. Je nachdem welche Seite die besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht, kann der Traum entsprechend interpretiert werden.
Die rechte Seite
stellt die aktive, dominante, objektive, rationale Seite dar, die logisch denkt und handelt. Sie bringt Qualitäten des männlichen Prinzips zum Ausdruck. Eine Bewegung zur rechten Seite hin im Traum, kann somit für den Prozess einer Bewusstwerdung stehen.
Die Linke Seite
ist assoziiert mit Sensibilität, Intuition und instinktivem Verhalten, also mit Qualitäten des weiblichen Prinzips. Sie steht oft für alles Dunkle, Unbewusste. Sie steht für die Teile der Persönlichkeit, welche wir eher zu verdrängen bemüht sind, für den Bereich der Gefühle im Gegensatz zu beispielsweise rationalen Wertvorstellungen.

Gibt es im Traum einen Konflikt zwischen links und rechts, kann ich mich möglicherweise nicht entschieden, ob ich nach links oder rechts gehen soll, kann das auf einen Konflikt zwischen Trieb und Instinkt oder auch zwischen Logik und Intuition hinweisen.

Persona
Persona wird der Archetyp genannt, welcher die Energie, die wir für soziale Rollen aufbringen repräsentiert. Persona ist wichtig für unser Leben in der Gesellschaft, da hier jeder bestimmte Rollen einnimmt und in gewisser Hinsicht auch einhalten muss, um gesellschaftlich dazu zu gehören. Der Begriff Persona stammt vom griechischen Wort für „Maske“. Wir stecken alle in mehreren Rollen in unserem Leben – Mutter, Vater, Student, Angestellter, Ehepartner, Elternteil und Freund oder Freundin. Persona repräsentiert all diese verschiedenen sozialen Masken, die wir in unterschiedlichen Gruppen und Situationen tragen. In Träumen in denen der Archetyp Persona auftaucht, setzen wir uns also mit Rollen, die wir spielen und eventuellen Verantwortungen, die damit einhergehen auseinander.

Schatten
Für Jung verkörperte der Archetyp des Schattens Dunkelheit und von unserer evolutionären Entwicklung repräsentierte primitive, animalische Instinkte, die wir geerbt haben. Alles was diese Instinkte ausdrückt, wird als der „Schatten“ bezeichnet. Er steht oft für Ängste oder einen unterdrückten Aspekt von uns, von dem wir denken, dass andere ihn nicht respektieren würden. Der Schatten ist etwas für das wir uns bewusst schämen würden, das aber doch zu uns gehört. Jung glaubte, dass das, was den Archetyp des Schattens in unseren Träumen verkörpert, immer unser eigenes Geschlecht hat.

Kind
In Träumen erscheint der Archetyp des Kindes normalerweise auch tatsächlich als Kleinkind oder Baby, manchmal aber auch als Mohammed, Jesus, Moses oder Buddha. Er ist unschuldig und verletzlich und symbolisiert häufig das kleine Kind in uns, unsere verletzliche aber auch verspielte Seite. Auch unsere Fähigkeit zur Regeneration und Individualisierung kann im Traum durch den Archetyp des Kindes zum Ausdruck gebracht werden. Manchmal weißt er auch auf das Bedürfnis hin, eine Bilanz zu ziehen, wo wir in unserem Leben stehen und wie weit wir vielleicht vom Ausdruck unseres eigentlichen Wesens abgewichen sind. Jung glaubte, dass der Kindes Archetyp auch die Idee von Schicksal verkörpert.

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